Das Bo-Kaap
Das Bo-Kaap ist ein historisch und kulturell interessanter Bezirk Kapstadts. Ein traditionelles Wohngebiet der muslimischen Gemeinde. Der Vorort liegt am Fuße des Signal Hills und hebt sich mit seinen gepflasterten Straßen, den hell leuchtenden, farbenfrohen Häusern aus dem 19. Jahrhundert, den muslimischen Tempeln ('kramats') und Moscheen von anderen Bezirken deutlich ab.
Viele der Bewohner stammen von den Sklaven ab, die im 16. und 17. Jahrhundert von den Holländern hierher verschleppt wurden. Sie kamen aus Afrika, Indien, Sri Lanka, Malaysia und aus anderen asiatischen Staaten. Sie sind bekannt als die "Kapmalaien", obwohl dies nicht ganz zutreffend ist, da die meisten nicht malaiischer Abstammung sind.
Die ersten muslimischen Sklaven in Kapstadt waren sowohl berühmte Gelehrte und Religionsführer als auch oftmals begabte Handwerker und Kunsthändler. Sie haben mit ihrer Präsenz stark die Sprache und Kultur Kapstadts und allgemein Südafrikas beeinflusst.
Afrikaans ist die Sprache der holländischen Nachkommen und der "Mischlinge" in Südafrika. Sie entwickelte sich aus der Sprache der Sklaven, um ein Weg zu finden, sich untereinander sowie mit den holländischen Herren zu verständigen, da sie aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde kamen. Muslimische Gelehrte waren die Ersten, die Texte auf Afrikaans niederschrieben.
Die muslimische Gemeinde hatte auch einen großen Einfluß auf die südafrikanische Küche. Die kapmalaiische Küche ist köstlich und normalerweise reich an Obst, Gewürzen, Gemüse und Fleisch. Im Bo-Kaap können Sie ein Restaurant besuchen, in dem Sie typische Speisen auf traditionelle Art und Weise serviert bekommen (auf dem Boden sitzend und mit den Händen essend).
Das Bo-Kaap ist einen Fußmarsch von der Eurocentres entfernt und ist nur eine von zahlreichen, interessanten Gegenden, die man in der Nähe der Schule erkunden kann.
Links zum Bo-Kaap und den "Kapmalaien"
Während Ihres Aufenthaltes in Kapstadt können Sie sich auf angenehme Art und Weise im Bo-Kaap Museum einen Überblick zur Geschichte und Kultur der Region verschaffen.

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